David Garrett

Queen Mary 2 – November 2017

David Garrett auf der Queen Mary 2

Tag 1 – 28. Oktober 2017

Endlich ist er da, der Tag, auf den ich mehr als ein Jahr lang hingefiebert habe. Damit bei der Anreise auch bloß nichts schiefgeht und das Schiff nicht ohne mich losfährt, habe ich mich dafür entschieden, bereits einen Tag vor Reisebeginn nach Hamburg zu fahren und dort zu übernachten.

Ich bin deshalb pünktlich am Bahnhof in Hamm und schon geht es los, nein, nicht mit dem Zug, sondern mit den Änderungen. In Hamm werden für die Weiterfahrt nach Berlin zwei Zugteile zu einem Zug verbunden, doch an diesem Tag hat der erste Zugteil Verspätung, also fährt der eigentlich zweite Zugteil zuerst ein, der andere Teil hat bereits Verspätung. Durch die umgekehrte Einfahrt in den Bahnhof passen auch die Wagenstandsanzeiger nicht mehr, das geht ja schon gut los…

Dann endlich kommt er, der zweite Zugteil und bleibt stehen, allerdings ohne anzukoppeln. Da habe ich schon eine düstere Vorahnung, dass es eng wird für meinen Anschlußzug in Hannover. Egal, jetzt erst einmal den reservierten Platz gesucht, das Gepäck verstaut und hingesetzt. Und dann… passiert gar nichts weiter, ganze 20 Minuten lang. Damit ist bereits vor Abfahrt für mich klar, mein Anschlußzug in Hannover ist weg und die Anreise wird nicht so entspannt wie von mir geplant.

Plötzlich eine Durchsage über Lautsprecher, es gibt Probleme beim Koppeln der beiden Zugteile. Vielleicht durch die umgekehrte Einfahrt in den Bahnhof? Dieses Rätsel wurde nicht mehr vor Ort gelöst, sondern es wurde vielmehr entschieden, dass beide Zugteilt getrennt voneinander fahren und ein neuer Koppelversuch in Hannover unternommen werden sollte. Mir egal, dann bin ich hoffentlich schon in meinem Zug nach Hamburg.

Nach 35 Minuten kommt endlich Bewegung in die Sache bzw. in den Zug und es geht los, aber eigentlich bin ich schon wieder für diesen Tag bedient. Dass dies allerdings noch das kleinste Übel sein sollte, über das ich mich ärgern muss, ahnte ich in diesem Moment natürlich noch nicht.

 

 

Mit 1 1/2-stündiger Verspätung komme ich in Hamburg an, checke im Hotel ein und schon geht es los, ganz oben auf der To-do-Liste steht die Besichtigung der Elbphilharmonie. Den Bau habe ich jahrelang von weitem wie viele andere mitverfolgt, jetzt war ich auf das Ergebnis gespannt.

Schon am Eingang bin ich überrascht, wie viele Menschen dort das gleiche vorhaben wie ich, ein absoluter Publikumsmagnet. Rauf geht es mit der Riesenrolltreppe auf die Plaza und dort hat man ihn…

David Garrett Elbphilharmonie Hamburg Oktober 2017
David Garrett Hamburg Plaza 2017
David Garrett Plaza Elbphilharmonie Hamburg

… diesen Wahnsinnsblick über Hamburg.

Einige Teile der Plaza waren bereits wegen des aufziehenden Sturms gesperrt und durften deshalb nicht mehr betreten werden.

Leider konnte man auch keinen Blick in den kleinen und großen Saal werden, diesen werde ich deshalb zunächst weiterhin nur aus den TV-Übertragungen kennen.

Nach der ausgiebigen Plaza-Besichtigung habe ich dann in einem Restaurant direkt um die Ecke sehr lecker zu Abend gegessen und war gerade beim Digestif angekommen, als plötzlich die Hiobsbotschaft hereinkam, dass die Queen Mary 2 an diesem Abend nicht wie geplant über die Elbe nach Hamburg einfahren kann. Die Zeiten für die Einschiffung verschieben sich exakt um 24 Stunden, ein kompletter Tag der Reise muss gestrichen werden, da das Schiff planmäßig am 03.11.2018 bereits wieder auslaufen muss.

Ich habe die Nachricht wieder und wieder gelesen, konnte es zunächst nicht glauben und war dann zutiefst enttäuscht. Diese Reise schien irgendwie unter keinem guten Stern zu stehen…

Immerhin hatte ich es aber bereits bis nach Hamburg geschafft und konnte zum Glück das Hotelzimmer für eine weitere Nacht verlängern…

Tag 2 – 29. Oktober 2017

Ich wache auf in meinem Hotelzimmer in Hamburg, bin gerade im Begriff mich zu freuen, denn heute ist der Tag, an dem es endlich auf das Schiff geht, oder…? War da nicht etwas? Ich überlege und greife zu meinem Handy und da ist sie wieder, diese Nachricht…

Allerdings habe ich noch Glück im Unglück, der komplette Bahnverkehr ist lahmgelegt, das stürmische Wetter hat mal wieder alles durcheinander geworfen, ich hätte keine Möglichkeit mehr gehabt, mit der Bahn anzureisen.

Nach einem ausgiebigen Frühstück verbringe ich deshalb den Tag in Hamburg mit weiteren gestrandeten “Mitreisenden” mit Kunst und Kultur. Dafür müssen wir durch den Hauptbahnhof gehen, um die Kunsthalle zu erreichen und sind geschockt: eine derartig lange Schlange vor dem Reisezentrum der DB habe ich noch nie gesehen, alle Verbindungen sind ausgefallen und jeder muss seine Reise anderweitig fortsetzen oder unterbrechen. Meine Güte, da muss ich ja fast schon dankbar sein, dass wir unseren Zielort immerhin schon erreicht haben.

Die Kunsthalle Hamburg hält einige Schätze bereit und so verfliegen die Stunden wie im Flug. Nach einem rustikalen Abendessen und abschließenden Cocktails verbringe ich die nächste Nacht in Hamburg und die Vorfreude steigt wieder an…

 

David Garrett – Cocktails Vorabend

Tag 3 – 30. Oktober 2017

Ich wache wieder auf in meinem Hotelzimmer in Hamburg und es ist… mein Geburtstag. Diesen Tag hatte ich mir bei der Planung der Reise natürlich ganz anders vorgestellt, stattdessen heisst es nach einem eiligen Frühstück, das Zimmer räumen und dann stehe ich da, mit dem Gepäck und überlege, wie ich die Stunden bis zur Einschiffung um 14.30 Uhr noch überbrücke.

David Garrett – Queen Mary 2
David Garrett – Kabine auf der Queen Mary 2

Dann entscheide ich mich dafür, mich schnellstmöglich mit dem Shuttle-Service vom Hauptbahnhof zum Cruise Center Steinwerder bringen zu lassen. Nach ca. 20-minütiger Fahrt durch Hamburg biegen wir um die Kurve und da liegt sie im Wasser, majästetisch und erhaben, die Queen Mary 2.

Diese Reise ist nicht meine erste Kreuzfahrt, aber dieses Schiff ist schon etwas ganz besonderes. Ich bin gespannt, ob es von innen hält, was es von außen verspricht.

Die Organisation der Einschiffung ist etwas chaotisch, es werden alle Ankommenden in die Warteschlange gelassen ohne Prüfung der vorher zugeteilten Einschiffungszeiten. Nach fast 2 Stunden Anstehen ist es endlich soweit, der Check-in ist geschafft und auf dem Weg zum Security-Check sehe ich bereits Davids komplette Band. Zu meiner Überraschung sind diese mit ihren Familien angereist, das gibt einem bereits hier das Gefühl eines “Familienausflugs” mit Urlaubsfeeling.

Die Kabine ist dank des hilfreichen Personals schnell gefunden und bezogen. Dort liegt auch bereits ein Schreiben des Kapitäns, mit dem sich dieser im Namen der Cunard Linie für die verspätete Ankunft in Hamburg entschuldigt. Ein Tag der Reise wird komplett gestrichen, der Landausflug in Stavanger fällt aus und die Queen Mary 2 nimmt direkten Kurs nach Oslo. Sehr schade und ich bin gespannt, wie dieser Tag mit dem kompletten Programm an Bord kompensiert werden soll.

 

Kaum ist der Koffer ausgepackt, geht es schon los: alle Passagiere müssen an ihrer Sammelstelle die vorgeschriebene Sicherheitsübung absolvieren. Danach schnell zurück in die Kabine und umziehen für das erste Abendessen.  Es wird am Tisch serviert und man kann pro Gang aus vier bis fünf Vorschlägen auswählen. Toll, das bleibt wirklich kein Wunsch offen und ich habe zum ersten Mal dieses Urlaubsgefühl.

Abends besuche ich das Konzert von Elena im Queens Room, das Saal ist voll und ich treffe zum ersten Mal auf weitere Mitreisende, die ich schon seit Jahren von Davids Konzerten persönlich kenne. So findet mein etwas verkorkster Geburtstag doch noch einen versöhnlichen Abschluss, den ich mit dem ersten Cocktail im Commodore Club beende. Dort sehe ich das erste Mal David auf dem Schiff, vielleicht auf der Suche nach seiner Kabine, denn er läuft mehrfach hin und her. 😉

Bei der Rückkehr in die Kabine wartet noch eine besondere Überraschung des Veranstalters auf alle Mitreisenden, ein Mini-Seesack mit Lanyard und Magnet, super Idee!

Der erste (halbe Tag) auf dem Schiff geht zu Ende und es wird eine ruhige Nacht auf ruhiger See.

BORDPROGRAMM 30.10.2017

David Garrett Seesack Queen Mary 2
David Garrett Seesack Queen Mary 2

Tag 4 – 31. Oktober 2017

Ich wache zum ersten Mal auf dem Schiff auf und freue mich auf ein entspanntes Frühstück. Die Aussicht von meinem Balkon verspricht einen schönen Seetag, der Himmel ist blau mit ein paar Wolken und einem unendlich scheinenden Horizont.

Nach dem Frühstück startet direkt der nächste  Programmpunkt, ich besuche den Workshop mit Franck van der Heijden, in dem dieser uns mitnimmt auf die Entstehungsreise eines neuen Stückes, in diesem Fall anhand von “Furios” aus der CD “Explosive”. Sehr interessant auch der Hinweis von Franck, dass dieses Stück eigentlich langsamer daher kommen sollte, aber David den Geigenpart unbedingt schneller haben wollte, natürlich für ihn kein Problem bei seiner Virtuosität, für jeden anderen, der sich daran versuchen wird, bestimmt aber eine große Herausforderung.

Um 14.00 Uhr startet die erste Talkshow mit dem Veranstalter und David im Royal Court Theatre. Auf der Bühne ist bereits alles aufgebaut für Davids erstes Konzert auf der Queen Mary 2, nun sitzen dort zunächst der Chefkoch, die Deutschlandchefin der Cunard Linie, der Veranstalter von “Stars at Sea” Uwe Bahn und David. Mir fällt sofort auf, wie locker und gelöst David wirkt, darauf angesprochen berichtet er von seiner anfänglichen Sorge, ob überhaupt genügend Fans diese Reise antreten würden. Das Schiff ist allerdings restlos ausgebucht und das freut ihn sichtlich.

Danach besuche ich den nächsten Workshop von Dick Scheepbouwer, dem technischen Leiter für Davids Konzerte. Immerhin ist angekündigt, ein paar spannende Geheimnisse zu erfahren. Diese Einblicke waren wirklich sehr interessant, da man als Konzertbesucher von dem ganzen “Drumherum” nichts mitbekommt. Besonders in Erinnerung ist mir geblieben, dass die Bandmitglieder nicht immer ihre eigenen Instrumente für die Konzerte zur Verfügung haben, sondern diese nach Anforderungsliste auchU vor Ort ausgeliehen werden, sollte die Zeit für den Transport von einem Konzerttermin zum nächsten zu gering sein. David trägt seine Geige selbstverständlich immer “am Mann”, es gibt aber nur zwei sogenannte “Notkoffer”, darin sind die Sachen verpackt, die unbedingt notwendig sind und nicht vor Ort ausgeliehen werden können, z. B. der Verstärker für Davids Geige, da nur ein bestimmtes System funktioniert und abgestimmt ist, welches nicht überall zu haben ist. Dick führte sehr sympathisch und mit viel Humor durch diesen Workshop, das hat einfach Spaß gemacht. 

 

Nach dem Abendessen ist es dann endlich soweit, das erste Konzert von David steht an. Vorher erfahren wir noch, dass es eine DVD von dieser Reise geben wird und deshalb im Royal Court Theatre überall Kameras aufgebaut sind, die das Konzert mitfilmen werden. Nur gut, dass ich an diesem Abend frisch frisiert bin, denn in diesem kleinen Saal ist wirklich jeder zu sehen. 😉

Das Konzert soll um 22.00 Uhr beginnen, bereits um 21.00 Uhr soll der Saal geöffnet werden, denn es gibt freie Platzwahl und keine festen Sitzplätze. Ich nehme das alles noch recht gelassen und bin um 20.30 Uhr an der Eingangstür. Allerdings bin ich nicht die erste, es hat sich bereits eine beträchtliche Schlange gebildet. Gleichwohl schaffe ich es auf einen guten Platz in die 2. Reihe und freue mich auf einen schönen Konzertabend.

Und dann endlich, mit einer kleinen Verspätung, geht es los: David nimmt die (kleine) Bühne ein und ich geniesse das Konzert. Es ist so wie früher in den kleineren Konzerten, für mich ein Grund, diese Reise zu buchen. Ein Konzert ohne großes Bimborium, keine Lasershow, keine Pyrotechnik, keine Tänzer, einfach nichts außer David, der Band und der großartigen Musik. Genau so, wie damals, als alles begonnen hat, vor 10 Jahren. Einiges hat sich natürlich verändert, David ist wesentlich lockerer bei seinen Ansagen und reagiert auch spontan auf sein Publikum, eines aber hat sich in den ganzen Jahren nicht geändert, er spielt wie immer locker und lässig, als wäre es nichts. Die Zeit vergeht viel zu schnell und schon ist das erste Konzert vorbei, mittlerweile ist es 0.40 Uhr.

Bereits während des Konzertes bemerkte auch David, dass das Schiff etwas wackelt, ein Blick vom Balkon zeigt auch warum: die See ist sichtlich unruhiger und so wird auch die Nacht, ständig werde ich wach, weil es doch etwas schaukelt…

Bordprogramm 31.10.2017

David Garrett Konzert vom 31.10.2017 auf der Queen Mary 2
David Garrett Konzert vom 31.10.2017 auf der Queen Mary 2

Tag 5 – 1. November 2017

Nach einer unruhigen Nacht nehme ich den Kabinenservice für das Frühstück in Anspruch, denn der Tag beginnt früh mit dem Landgang in Oslo.

Die Queen Mary 2 hat an der Festung Akershus angelegt, von dort aus geht es mit dem Bus 2 h durch Oslo und hinauf zur Skischanze Holmenkollen. Danach erkunde ich noch per pedes die Stadt inklusive Rathaus, in dem der Friedensnobelpreis verliehen wird, im Gegensatz zu den übrigen Nobelpreisen, die in Stockholm vergeben werden.

David Garrett Festung Akerhus Oslo
David Garrett Sprungschanze Holmenkollen Oslo
David Garrett Rathaus Oslo

Und dann wird es wieder stressig, denn David hat angekündigt, tatsächlich alle, und er meint wirklich ALLE, Teilnehmer der Reise, die es wollen, persönlich kennenzulernen bei einer Autogrammstunde. Diese ist für 17.30 Uhr angekündigt, aufgrund der Erfahrungen der letzten Tage will ich lieber etwas früher hingehen und denke, eine halbe Stunde früher kann nicht schaden und stelle mich an, denn schon wieder hat sich bereits eine Schlange gebildet und ich hoffe nur, dass die Zeit reicht, um alle zufriedenzustellen, denn die Schlange wird länger und länger und länger…

Um 17.30 Uhr bewegt sich allerdings noch nichts und auch 20 min. später immer noch nichts. So langsam wird es unruhig unter den Wartenden und noch immer möchten sich weitere Mitreisenden anstellen und finden einfach das Ende der Schlange nicht, denn mittlerweile erstreckt sich diese über mehrere Decks. Einfach der Wahnsinn! Zudem steht um 22.00 Uhr bereits das nächste Konzert von David an und viele, einschließlich mir, machen sich Sorgen, ob diese Autogrammstunde wirklich so eine gute Idee vor einem Konzert ist, schließlich braucht er ja seine Hände noch…

Gegen 18.00 Uhr geht es endlich los und es kommt Bewegung in die Sache, nach einer weiteren 3/4-Stunde bin ich an der Reihe und treffe auf einen gut gelaunten, sichtlich entspannten David. Sein Tourmanager Jörg Kollenbroich fungiert wieder als Fotograf, schnappt sich jede Kamera oder Smartphone und schwupps, schon hat man sein Erinnerungsfoto inklusive Autogramm mit Spezialzugabe, danke David 😉 , und ich kann es kaum glauben, wie geordnet und ruhig es dort abläuft.

Mittlerweile ist 19.15 Uhr und die Tischzeit in unserem Restaurant ist vorbei, aber was ist schon ein Essen gegen dieses Treffen? Also geht es hinauf zur “Kantine” Kings Court, dort finde ich auch noch eine Kleinigkeit, um gestärkt in das nächste Konzert zu gehen.

Während ich mich also um mein leibliches Wohl kümmere, schreibt David fleißig weiter und weiter, mehr als drei Stunden lang. Respekt vor diesem Durchhaltevermögen und für alle noch ein Lächeln übrig zu haben, einfach klasse!

David Garrett Schlange Autogrammstunde
David Garrett Schlange Autogrammstunde
David Garrett Konzert Queen Mary 2

Und doch mache ich mir meine Gedanken, schließlich geht es gleich schon wieder los mit dem nächsten Konzert und ich erlebe…

… mein persönliches Highlight-Konzert auf dieser ganzen Reise. Wo nimmt David bloß diese Energie her? Er sagt es uns im Konzert, als er zwischen den Stücken erzählt, dass ihn viele während der Autogrammstunde angesprochen haben, weil sie sich Sorgen machen, ob er heute abend durchhält. Und was sagt David dazu? Ganz lässig meint er dazu, dass ihm die persönlichen Treffen erst recht die notwendige Energie für diesen Abend gegeben hätten und spielt so, als wäre vorher rein gar nichts gewesen.

Auch wenn ich den Ablauf der Stücke und die Moderationen kenne, an diesem Abend packt es mich ganz besonders, diese unbändige Spielfreude, dass fast die Funken sprühen, wow…

Nach einem Absacker in der Champagner-Lounge falle ich schließlich um 2.00 Uhr ins Bett.

Bordprogramm 01.11.2017

Tag 6 – 2. November 2017

Heute ist wieder ein kompletter Seetag, deshalb lasse ich den letzten Tag entspannt angehen, erkunde noch ein wenig das Schiff und finde mich pünktlich zur Wiederholung der Talkshow im Royal Court Theatre ein. Die Fragen sind ähnlich wie beim ersten Mal, die Antworten variieren ein wenig, auch deshalb macht es wieder Spaß dabei zu sein.

Gleich danach gibt es noch ein besonderes Highlight, denn von 16.30 Uhr bis ca. 18.30 Uhr werden die englischen Moderationen für die DVD von David auf der Bühne gesprochen und aufgenommen. Ich fungiere mit zahlreichen anderen Mitreisenden als begeistertes Publikum. Er spielt die jeweiligen Stücke nur an und spricht seine Moderationen, nicht immer klappt es auf Anhieb, David nimmt es mit Humor und wir gehen begeistert mit. Ich bin gespannt auf das Ergebnis.

Den letzten Abend an Bord lasse ich bei einem herrlichen Abendessen ausklingen, stelle mich nicht sofort schon wieder an der Schlange im unteren Bereich zum Royal Court Theatre an, sondern finde mich erst gegen 20.30 Uhr im oberen Bereich an, dort stehen wesentlich weniger Besucher an und ich finde nach Saalöffnung einen guten Platz mit Blick auf die Bühne von oben.

Ist heute wirklich schon der letzte Abend? Ja, es fehlt ein kompletter Tag der Reise, das Programm war deshalb sehr komprimiert und von Erholung war für mich nicht viel zu spüren. Dennoch reißt mich auch das letzte Konzert auf dieser Reise noch einmal aus dem Alltag und David schafft es wieder, mich auf seine musikalische Reise mitzunehmen, einfach klasse!

Das Bordguthaben muss noch abgearbeitet werden, deshalb gibt es noch einen Schlummertrunk und schon ist die letzte Nacht angebrochen…

Bordprogramm 02.11.2017

Fortsetzung des Gespräches von Dr. Burkhard Schäfer mit David Garrett

Tag 7 – 3. November 2017

Nach einer sehr kurzen Nacht heisst es Koffer packen, mit dem Gepäck noch schnell ein Frühstück im Kings Court und schon finde ich mich in der Grand Lobby ein, um das Schiff zu verlassen und die Heimreise anzutreten.

Zum Glück verlasse ich mich diesmal nicht auf die Deutsche Bahn, sondern lieber auf meinen Mann, der mich mit seinem Auto am Terminal abholt und wohlbehalten wieder nach hause chauffiert, danke dafür. 😉

Ich habe in den nächsten Stunden und Tagen allerdings Probleme mit dem Gleichgewicht, der Boden schwankt und ich brauche noch einen weiteren Tag, um wieder mit beiden Beinen im Leben zu stehen. In der Zeit, in der ich versuche, wieder im Alltag Fuß zu fassen, ist David bereits schon wieder auf dem Weg nach Israel zum nächsten Konzert und ich habe Gott sei Dank noch das Wochenende, um mich auf meinen eigenen Arbeitsbeginn nach dieser ereignisreichen Woche vorzubereiten und mich von der Reise zu erholen. 😉

FAZIT:

Sollte sich David jemals wieder bereit erklären, eine derartige Reise mit uns zu unternehmen, bin ich auf jeden Fall wieder dabei. Mehr geht einfach nicht, es lohnt sich auf jeden Fall.

Weitere Informationen zu dieser Reise findet ihr hier: Stars at Sea

Das genaue Veröffentlichungsdatum der DVD konnte mir Davids Management leider noch nicht bekanntgeben, sobald das Datum feststeht, erfahrt ihr es selbstverständlich auch hier…